
Biologisch, wiederverwendet oder recycelt. Was ist eigentlich nachhaltiges Bauen?
Es ist nicht ganz einfach, die verschiedenen Begriffe im Zusammenhang mit nachhaltigen Materialien auseinanderzuhalten. Deshalb erklären wir dir die drei gängigsten Begriffe, damit du dich bei der Materialauswahl besser zurechtfindest.
Biobasierte Baumaterialien sind solche, die ganz oder teilweise aus pflanzlichen Rohstoffen aus der Natur bestehen. Damit sind beispielsweise Wald und Landwirtschaft gemeint. Es kann sich auch um Restprodukte handeln, beispielsweise aus der Lebensmittelindustrie. Durch die Wahl biobasierter Produkte wird somit der Verbrauch fossiler Rohstoffe verringert, was natürlich gut für die Umwelt ist. Gleichzeitig kann dies jedoch dazu beitragen, dass Wälder und Natur in verschiedenen Teilen der Welt abgeholzt werden, was weniger gut ist.
Wiederverwendetes Baumaterial ist Material, das durch seine erneute Verwendung ein zweites Leben erhält. Kurz gesagt bedeutet dies, dass Baumaterialien nach Abriss- und Renovierungsarbeiten so weit wie möglich in neuen Projekten wiederverwendet werden. Auch dies ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz, da dadurch die Neuproduktion und die damit verbundenen Emissionen reduziert werden. Allerdings gibt es Herausforderungen, beispielsweise hinsichtlich der Qualität und der Kontamination durch Mikroorganismen, wenn es um die Wiederverwendung von Holzprodukten geht. Zudem ist die Verfügbarkeit von wiederverwertetem Material, das die Anforderungen erfüllt, oft begrenzt.
Recyceltes Baumaterial besteht aus sortiertem Abfall, der anschließend als Ressource genutzt wird und andere Produktions- oder Baumaterialien ersetzt. Man verwandelt verbrauchten Abfall in einen Wert und stellt daraus neues Material her, das sonst weggeworfen worden wäre. Auf diese Weise werden die mit der Abfallentsorgung verbundenen CO₂-Emissionen vermieden und gleichzeitig werden traditionelle Rohstoffe geschont. So bleiben beispielsweise mehr Bäume im Wald stehen und es müssen weniger Rohstoffe um die ganze Welt transportiert werden.

Unsere Packwall-Platte besteht zu 100 % aus recyceltem Verpackungsabfall. Die Platte lässt sich mit einer Holzfaserplatte vergleichen und ersetzt beispielsweise Sperrholz und OSB-Platten in einer Innenwand. Der Unterschied besteht darin, dass unsere Platte keinerlei Neuware enthält, sondern ausschließlich aus recyceltem Abfall besteht. Das Ergebnis ist eine starke, widerstandsfähige und zuverlässige Bauplatte, die dank ihres Materials zudem eine erstklassige Schalldämmung bietet. Dadurch ist die Platte nach Gebrauch zu 100 % wiederverwertbar und trägt so zu einer Kreislaufwirtschaft bei.